Knochenhaueramtshaus


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Das ursprünglich im Jahr 1529 gebaute Knochenhaueramtshaus ist das bekannteste Fachwerkhaus in Hildesheim. Es war das Gildehaus der Fleischer (Knochenhauer). Wie die Zunfthäuser der anderen Hildesheimer Handwerkervereinigungen steht das zur deutschen Renaissance zählende Gebäude am Marktplatz, gegenüber dem Rathaus.

Im oberen Bereich als Verkaufsraum genutzt, wurden die Kellergewölbe zum Lagern von Waren verwendet. Im ersten Stock wurden Sitzungen der Gilde abgehalten und im obersten Geschoss waren weitere Vorratslager sowie Wohnungen untergebracht.

Das 26 Meter hohe Gebäude wurde bei der Bombardierung der Stadt Hildesheim am 22. März 1945 durch das anschließende Feuer komplett zerstört, welches auch nahezu die gesamte Innenstadt vernichtete. Ab 1962 stand an dieser Stelle das „Hotel Rose“, welches in den 80'er Jahren Konkurs ging. Im selben Zeitraum plante auch die Hildesheimer Stadtsparkasse einen Neubau ihres Hauptsitzes auf der Südseite des Marktplatzes. Diese Gelegenheit wurde genutzt um den historischen Marktplatz komplett wieder aufzubauen. Im Gegensatz zu den Häusern auf der Nord- und Südseite des Platzes, von denen nur die Fassaden rekonstruiert wurden, wurde das Knochenhaueramtshaus ab 1986 komplett rekonstruiert.

Heute beherbergt das Gebäude unter anderem ein Restaurant und das Hildesheimer Stadtmuseum. In einer Umfrage des NDR im jahr 2006 wurde es von den Zuschauern als schönstes der „100 schönsten Gebäude“ im Sendegebiet gewählt, die Hildesheimer selber bezeichnen es gerne als das schönste Fachwerkhaus der Welt.

Knochenhaueramtshaus
Bild 1: Keine Beschreibung

Quellenangaben
Bild 1: Privataufnahme Mike Skorzinski